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Auf der ganzen Welt gibt es Thermalwasserquellen. Doch Thermalwasser ist nicht gleich Thermalwasser. Durch Untersuchungen hat man festgestellt, dass die Thermalwässer oft eine unterschiedliche Zusammensetzung haben. Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten. Damit die Thermalwässer weltweit verglichen werden können, hat man Thermalwasser definiert, als Grundwasser, das an der Austrittsquelle eine Temperatur von mindestens 20°C aufweist. Heilwässer enthalten darüber hinaus meist mehr als 1.000mg gelöste Feststoffe. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der Haupt- und Nebenbestandteile können Thermal- und Heilwässer weiter klassifiziert werden. Die einzelnen Länder nutzen dafür oft verschiedene Klassifikationen, die jedoch alle auf die 1911 publizierten „Bad Nauheimer Beschlüsse“ zurückgehen. Die Hauptbestandteile von Thermalwässern - also Ionen, deren Anteil an der Gesamtkonzentration mindestens 20% beträgt - sind in der Regel die Kationen Natrium, Calcium und Magnesium, sowie die Anionen Chlorid, Sulfat und Hydrogenkarbonat. Für die Bezeichnung des Thermalwassers werden zunächst die Kationen und dann die Anionen nach Ihrem Anteil von mindestens 20% in absteigender Größenordnung aufgezählt. So erhält man zum Beispiel ein Natrium-Chlorid-Wasser oder ein Calcium-Hydrogenkarbonat-Wasser. Insgesamt unterscheidet man zwischen den drei Hauptgruppen Chlorid-, Sulfat- und Hydrogenkarbonat-Wasser. Einige Thermalwässer enthalten darüber hinaus besondere Einzelbestandteile. Erreichen diese eine bestimmte Mindestkonzentration, erhalten die Thermalwässer die Zusatzbezeichnung eisenhaltig, schwefelhaltig, radonhaltig usw. Neben der Klassifizierung nach den Hauptbestandteilen, können die Thermalwässer auch nach der biologischen Zusammensetzung, der Wassertemperatur, des pH-Wertes und der Wasserhärte klassifiziert werden.

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